agentur-arranque.de

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Wer mit dem Tastaturlayout vertraut ist wird wissen, dass das "L" nicht gerade neben dem "E" zu finden ist (bei arabischen Tastaturen bin ich mir da nicht so ganz sicher, haben die wirklich keine Selbstlaute?! ;-}). Ein Vertippen bei der Domainregistrierung ist damit wohl auszuschließen. Zumal die Domain "photographie.de" sicher auch schon sehr lange vergeben sein dürfte. Leider erhält man eine Aussage über das Datum der Erstregistrierung einer Domain z.B. von der DENIC nur auf schriftliche Anfrage (warum auch immer). Aber wir wollen ja auch nur klären, wer oder was ein "photographil" ist.

Eine erste Annahme könnte lauten, dass sich hier ein Photograph mit den Initialen I.L. seinem Publikum präsentieren möchte. Die google-Suche nach "Photograph I.L." bringt allerdings kein Licht ins Dunkel. Also suchen wir ein wenig weiter und stoßen bald auf einen jungen britischen Fotografen mit Namen Philip Gabriel. Mit dieser bahnbrechenden Erkenntnis können wir nun den Domainnamen ganz anders interpretieren: PhotgraPhil. Nett.

Mit der Internetpräsentation auf dem deutschen Toplevel ist Mister Gabriel inzwischen allerdings unter einer neuen Domain zu finden. Deshalb erscheint an dieser Stelle nur der kurze "Nachruf" zur Klärung des Domainnamens. Wer sich für die Arbeiten von Philip Gabriel interessiert, sollte sich auf der neuen Seite informieren. Google findet's.

Interessantes gibt es hier:

Schwimmbadabdeckungen

Seitenkanalverdichter

Fotograf Ingolstadt

Yoga Berlin Friedenau

Bleiben wir thematisch noch ein wenig bei der Photographie. Jedes Foto ist, soweit wir das heute philosphisch und technisch sagen können, eine detaillierte visuelle Speicherkopie eines bestimmten Ortes zu einer bestimmten Zeit, so wie unser Gehirn dieses Bild auch aus der Realität verarbeitet. Ein Fotograf ist also ständig damit beschäftigt, die "Zeichen der Zeit", mittlerweile sehr hochauflösend, zu konservieren. Im weitesten Sinne bildet die fotografische Nachbildung eine der populärsten Speichererweiterungen für unser Gedächtnis. Dabei ist diese sehr alte "Speichertechnik", erwachsen aus der Malerei, eines der ersten sehr datenintensiven Speicherverfahren der Menschheit überhaupt. Der Grundstein für das "ewige Gedächtnis".

Nun, bis jetzt sind weder analoge noch digitale Photographien praktisch unbegrenzt haltbar. Die Haltbarkeit hat sich in den letzten Jahren jedoch sehr exorbitant erhöht. Während die aufgeklebten Fotos vergangener Tage verblasst und vergilbt sind, kann man sich heute zum Beispiel Fotokalender selbst online gestalten, und noch nach Jahren jedes Detail deutlich erkennen. Bei der Speicherung in Form von Einsen und Nullen besteht mittlerweile zumindest theoretisch die Möglichkeit, Bilder völlig unverändert 1000 Jahre lang haltbar zu machen. Wenn die Firma Millenniata ihr Versprechen mit der M-Disc aus Stein hält und wir in Tausend Jahren noch irgendwo einen gängigen DVD-Player mit einer Software zur Interpretation der heute populären Bildformate finden, dann sollte das Ganze sogar praktisch funktionieren. Dabei wagt man es schon zu bezweifeln, ob die visuelle Schnittstelle noch durch Auge-Monitor hergestellt wird.

Fotos sind Erinnerungen. Sie erhalten uns nicht nur die einzigartige Lichtreflektion des jeweiligen Motivs, sondern sie transportieren auch die Emotionen, welche wir beim Betrachten empfinden. Das Erstaunliche dabei ist, dass sich die mit dem Bild verbundenen Gefühle durchaus stark verändern können. Viele, die nach einer teuren Scheidung das Bild ihres Ex-Partners betrachten, werden wissen, was gemeint ist. Zum Beispiel. Gibt es sicher auch in Richtung positiv. Das eingefangene Licht tut dies nicht. Oder...?



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